Wie viel Roggen für Mastschweine?
Preislich gesehen ist Roggen häufig eine interessante Futterkomponente. Zudem ist dieses Getreide nicht nur wegen seines geringen Eiweißgehalts für N-reduzierte Rationen prädestiniert, sondern auch pflanzenbaulich interessant. Trotzdem sind noch immer nicht alle Betriebe von hohen Roggenanteilen im Schweinefutter überzeugt. Dies liegt auch an den im Roggen enthaltenen Nicht-Stärke-Polysacchariden (NSP), die das Schwein kaum verdauen kann. Sie senken die Energiekonzentration des Futters und erhöhen die Viskosität im Verdauungstrakt, wodurch sich die Passagerate des Futters verringert. Da diese Effekte bei älteren Schweinen weniger ausgeprägt sind, können spezielle NSP im Roggen, wie z. B. Fruktane, gezielt genutzt werden, um die Darmgesundheit, ein ruhiges Verhalten und die Abwehr von Krankheitserregern wie Salmonellen zu fördern.Vor diesem Hintergrund wurde in der Leistungsprüfungsanstalt Quakenbrück untersucht, welche Leistungen Mastschweine mit sehr roggenbetonten Rationen erzielen können.